DWG - DXF Import
Bei der Planung von Gebäuden ist es in der Regel notwendig, CAD-Daten anderer am Planungsprozess beteiligten Büros in das eigene Projekt zu übernehmen. Zum Austausch der Daten wird meistens entweder das DWG- oder das DXF-Dateiformat herangezogen. Wie man beim Import dieser Zeichnungen vorgehen kann, zeigt der folgende Artikel.
Wählt man im Öffnen-Dialog eine DWG oder eine DXF Datei aus, so kann man entweder direkt einen voreingestellten Übersetzer auswählen, oder man kommt durch anklicken des "Einstellungen" Knopfs in das Einstellungsfenster für die Übersetzer.

Dieses Dialogfeld ist in drei Bereiche gegliedert. im obersten kann man voreingestellte Übersetzer auswählen bzw. auch neue Einstellungen mit einem neuen Namen versehen abspeichern. Diese Übersetzer sind dann in Zukunft im oben erwähnten Feld im öffnen-Dialog direkt auswählbar. Der mittlere Bereich (Info) dient zur näheren Beschreibung des jeweiligen Übersetzers. Die eigentlichen Einstellungen werden im untersten Feld vorgenommen. Für unsere Zwecke sind davon wiederum nur die beiden obersten Punkte "Zeichnungseinheit" und "Optionen öffnen" relevant.

Da man bei AutoCAD-Dateien ohne Informationen des jeweiligen Zeichners nicht weiß, welche Einheit einer Zeichnungseinheit zu Grunde liegt, ist es notwendig vorerst eine Annahme zu treffen. Bei Geometer-Dateien kann man in der Regel davon ausgehen, dass eine Zeichnungseinheit einem Meter entspricht. Trotzdem empfiehlt es sich nach dem Import die Größen der Objekte auf ihre Plausibilität zu prüfen und ggf. auf die tatsächliche Zeichnungseineit zurückzurechnen und einen zweiten Anlauf für den Import zu nehmen.

Der Nächste Punkt betrifft den Maßstabsfaktor für Texte und Marker. Auch in diesem Fall gilt das oben gesagte. Man muss erst einen Maßstab annehmen (bei Geometer z.B. 1:500) und überprüfen, ob die Textgößen einen lesbaren Wert ergeben. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist auch hier ein neuer Import in der Regel die schnellste Variante, um auf den richtigen Wert zu gelangen.
Wie der Maßstab definiert wird, ob bei jedem Import separat, oder ob man immer den Übersetzer verändert bzw. ob immer der aktuelle Maßstab des ArchiCAD Grundriss-Fensters herangezogen wird, ist geschmacksache.
Wählt man die separate Maßstabsbestimmung, so erscheint vor jeder Konvertierung folgendes Dialogfenster:

Hat man all diese Einstellungen erfolgreich ausgeführt, so ist man mit dem Import eigentlich fertig. Lediglich die Frage, wie der Übersetzer mit AutoCAD Blöcken umgeht ist noch interessant: Es empfiehlt sich in diesem Fall die AutoCAD-Blöcke als Gruppierte 2D-Elemente zu importieren, da es vorkommen kann, dass Höhenpunkte ihre Höhenangabe nicht mehr anzeigen, wenn man sie als Bibliothekselemente importiert.

Beim Öffnen einer DWG- oder DXF- Datei treten noch folgende Dialogfenster in Erscheinung:

In der Regel ist es angenehmer den eigenen ArchiCAD Hintergrund beizubehalten. Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass es vorkommen kann, dass einige Stifte auf hellem Hintergrund kaum lesbar sind.

Die Frage nach der shx-Datei ziehlt auf eine Schrifttypendatei ab, welche in der Regel nicht vorhanden ist. Man beantwortet diese Frage somit am besten mit "alle übergehen". ArchiCAD benutzt dann eine Standardschrift anstelle der originalen Schrifttypen.
Seit ArchiCAD13 kann man direkt beim Import Ebenen, welche nicht importiert werden sollen herausfiltern. Im Falle von Geometerdaten ist dies wahrscheinlich im Nachhinein einfacher zu bewerkstelligen.







